E-Rechnung Kompass Geprüft an der Primärquelle

sevdesk vs. Lexware Office: der geprüfte Vergleich

Die beiden meistverglichenen Cloud-Lösungen für Buchhaltung und Rechnungen in Deutschland — früher als „sevdesk vs. lexoffice" gesucht. Dieser Vergleich stellt die geprüften Preise nebeneinander und sagt ausdrücklich, wo eine Angabe nicht belegbar war.

Die Eckdaten nebeneinander

Geprüfte Anbieterangaben, Stand 2026-08-08. Alle Preise netto, ohne befristete Rabattaktionen.
  sevdesk Lexware Office
Anbieter sevdesk GmbH Haufe-Lexware GmbH & Co. KG
Kostenloser Tarif Dauerhaft kostenloser Tarif: 3 Rechnungen bzw. E-Rechnungen pro Monat. nein
Günstigster kostenpflichtiger Tarif Rechnung — 11,90 € S — 7,90 €
E-Rechnung erstellen ab Tarif Kostenlos (3/Monat) · unbegrenzt ab «Rechnung» je nach Tarif — siehe offizielle Preisseite
E-Rechnung empfangen ab Tarif Buchhaltung ab Tarif S
Formate XRechnung, ZUGFeRD XRechnung, ZUGFeRD
Alle Tarife
  • Kostenlos: 0 €
  • Rechnung: 11,90 € (jährlich 9,90 €)
  • Buchhaltung: 25,90 € (jährlich 22,90 €)
  • Buchhaltung Pro: 34,90 € (jährlich 30,90 €)
  • S: 7,90 €
  • M: 12,90 €
  • L: 21,90 €
  • XL: 32,90 €

Eine Angabe, die wir bewusst offenlassen. Ab welcher Tarifstufe Lexware Office E-Rechnungen erstellt und übermittelt, ließ sich am Prüfdatum nicht eindeutig belegen. Die Funktionsspalten der Tarifübersicht werden dynamisch geladen, und der maschinelle Abruf gibt die Funktion für alle Stufen von S bis XL zurück. Andere Vergleichsseiten nennen hier feste Stufen — teils M, teils XL. Solange die Zuordnung nicht am Original überprüft ist, steht hier keine Zahl. Maßgeblich ist die offizielle Preisseite von Lexware Office.

Wo die beiden sich wirklich unterscheiden

Der Einstieg: 0 € gegen 7,90 €

sevdesk führt einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit drei Rechnungen beziehungsweise E-Rechnungen pro Monat. Für nebenberuflich Selbstständige mit wenigen Ausgangsrechnungen kann das genügen. Lexware Office hat kein Gratis-Angebot, startet dafür mit 7,90 € netto unter dem günstigsten bezahlten sevdesk-Tarif.

Der Empfang: die Stufe, auf die es 2026 ankommt

Hier liegt der praktisch bedeutsamste Unterschied. Die Pflicht, E-Rechnungen empfangen zu können, gilt bereits seit dem 1. Januar 2025 — die Ausstellung wird für die meisten erst 2027 oder 2028 verpflichtend. Wer heute eine Lösung sucht, braucht also in aller Regel zuerst den Empfang.

Bei Lexware Office ist das Erfassen eingehender E-Rechnungen bereits im Tarif S für 7,90 € netto enthalten. Bei sevdesk beginnt der Empfang samt Verarbeitung erst im Tarif „Buchhaltung" für 25,90 € netto. Für den reinen Empfangsfall ist das ein Unterschied von rund 216 € netto im Jahr.

Der Funktionsumfang darüber

Oberhalb der Einstiegsstufen nähern sich beide an: Belegerfassung, Bankanbindung, Auswertungen und Übergabe an die Steuerberatung. sevdesk weist eine REST-API im Tarif „Buchhaltung Pro" aus. Für Lexware Office ist eine Schnittstelle dokumentiert, sie wurde für diesen Vergleich aber nicht an der Quelle geprüft und bleibt deshalb ohne Aussage.

Welcher passt zu welchem Fall

Situation Was näher liegt Warum
Wenige Rechnungen, nebenberuflich sevdesk (kostenloser Tarif) Drei E-Rechnungen im Monat ohne laufende Kosten.
Nur Empfangspflicht erfüllen Lexware Office (Tarif S) Empfang bereits im günstigsten Tarif enthalten.
Volle Buchhaltung im Haus beide möglich Vergleichbarer Funktionsumfang; die Wahl entscheidet sich an Bedienung und Anbindung.
Anbindung über eigene Systeme sevdesk REST-API im Tarif Buchhaltung Pro ausgewiesen.

Beide Anbieter erfüllen die formale Anforderung. sevdesk und Lexware Office erzeugen XRechnung und ZUGFeRD. Ein Wechsel allein wegen der E-Rechnungspflicht ist bei keinem der beiden erforderlich; die sinnvollere Frage ist, ob der gebuchte Tarif die benötigte Funktion abdeckt.

Zu den Anbietern

Preise und Funktionen ändern sich. Die hier genannten Angaben wurden am 2026-08-08 auf der jeweiligen offiziellen Preisseite geprüft; für die aktuelle Fassung gilt die Anbieterseite.

sevdesk — Preise ansehen Lexware Office — Preise ansehen

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen sevdesk und Lexware Office?

Der greifbarste Unterschied liegt am Einstieg: sevdesk führt einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit drei Rechnungen pro Monat, Lexware Office nicht — dafür beginnt dort der günstigste Tarif bei 7,90 € netto und liegt damit unter dem günstigsten kostenpflichtigen sevdesk-Tarif. Beide erzeugen XRechnung und ZUGFeRD.

Heißt lexoffice jetzt Lexware Office?

Ja. lexoffice ist der frühere Produktname, Lexware Office der heutige. Gemeint ist dieselbe Cloud-Lösung von Haufe-Lexware. Suchanfragen nach „sevdesk vs lexoffice" beziehen sich auf denselben Vergleich.

Welcher Anbieter ist günstiger?

Beim reinen Listenpreis Lexware Office: 7,90 € netto im Einstiegstarif gegenüber 11,90 € bei sevdesk. Wer nur wenige Rechnungen im Monat schreibt, kommt bei sevdesk allerdings mit 0 € aus. Welcher Tarif tatsächlich passt, hängt davon ab, ob Sie E-Rechnungen nur empfangen oder auch ausstellen müssen.

Können beide E-Rechnungen empfangen?

Ja, beide verarbeiten eingehende E-Rechnungen — aber nicht in jedem Tarif. Bei sevdesk ist der Empfang ab dem Tarif „Buchhaltung" (25,90 € netto) enthalten, bei Lexware Office bereits ab dem Tarif S (7,90 € netto).

Ab welchem Tarif kann Lexware Office E-Rechnungen versenden?

Das ließ sich zum Prüfdatum nicht eindeutig aus der Tarifübersicht belegen: die Funktionsspalten werden dort dynamisch geladen. Verifiziert ist die Formulierung der Funktion selbst, nicht ihre Zuordnung zu einer Stufe. Maßgeblich ist deshalb die offizielle Preisseite des Anbieters.

Lohnt sich der Wechsel von sevdesk zu Lexware Office?

Ein Wechsel allein wegen der E-Rechnungspflicht ist selten nötig — beide Anbieter unterstützen die geforderten Formate. Sinnvoller ist die Frage, ob Ihr aktueller Tarif die Funktion abdeckt, die Sie brauchen: bei einer reinen Empfangspflicht ist das oft eine niedrigere Stufe als angenommen.